Gack, gack, gack Welt (007)

Plopp?

 

Nett, dass ihr wieder mal in unsere Nachrichten hineinhört!

 

Das letzte Mal hatte ich euch ja davon berichtet, wie Ragui einen großen Felsen dazu brachte, in die hier friedlich wachsenden Maispflanzen hineinzufallen.

Natürlich nicht absichtlich, es lag vielmehr wie immer an seiner Ungeschicklichkeit!

Ich war nur froh, dass ich nicht zu den Pflanzen gehüpft war, um ein wenig an den Maiskörnern zu picken.

Die Stimme in meinem Kopf, die sich Instinkt nannte, hatte mir geraten, dass es besser sei zu warten.

Sie hatte, wie fast immer, Recht behalten!

 

Wäre ich der Aufforderung unseres Hahnes gefolgt, läge ich jetzt unter dem Felsen und das wäre mit Sicherheit schlecht für mich gewesen!

So hockte ich mich hin und sah Ragui zu, wie er sich zögerlich den Pfad herab bewegte. Lieber ein wenig warten, als unter einem Stein begraben zu werden.

 

Schließlich hatte er es geschafft, hüpfte in ein paar Sätzen auf mich zu und sagte:

„Na, da habe ich ja noch mal Glück gehabt. Stell dir doch nur mal vor, ich wäre zusammen mit dem Felsen herabgestürzt! Was mir da hätte alles geschehen können! Gut, dass ich so geschickt bin!“

Hatte ich euch gegenüber schon erwähnt, dass er an absoluter Selbstüberschätzung litt?

 

„Komm, lass uns mal sehen, ob wir dort noch etwas zu picken finden“, fügte er noch an.

Fast waren wir an dem Durchgang zwischen den Steinwänden angelangt, da ertönte ein eigentümliches, zischendes Geräusch.

Es hörte sich für mich so an, als hätte die Erde etwas Falsches gegessen. Es grummelte und blubberte in ihr!

 

Dann stieg urplötzlich eine dünne Dampffontäne in den Himmel hoch!

 

Wahrscheinlich hatte der Felsen irgendetwas im Erdinneren zum Einstürzen gebracht, dass dies jetzt bewirkte. Oder aber, der Erdwichtel hatte den Stein auf den Kopf bekommen und drückte dadurch jetzt sein Missfallen aus.

 

Ragui hatte sich unverzüglich hinter mir in Sicherheit gebracht, als das Geräusch erklang. Aber als er sich sicher zu sein schien, dass keine Gefahr drohte, flatterte er zügig an mir vorbei. Er begab sich zu der Öffnung in den Steinwänden und verharrte einen Moment davor. Wie er mir mitteilte, müsse er sich erst einen Überblick verschaffen. Während ich mir seine, wenig beeindruckende, Rückseite ansehen durfte.

 

Dann war er anscheinend endlich zufrieden und sagte:

„Du musst nicht immer so ängstlich sein! Warte hier, ich schaue mir das Gemüse mal aus der Nähe an!“

Entschlossen hüpfte er zwischen den Steinwänden hindurch und ich sah wie er sich dort umsah. Dann pickte er ein Maiskorn auf, welches auf dem Boden lag, und schluckte es hinunter.

 

Das war mal wieder typisch!

Er hatte gar nicht vorgehabt mich zu beschützen, er hatte nur der erste sein wollen, der sich etwas in den Schnabel schob.

 

Als ich ihn so picken sah, meldete sich mein Bauch ziemlich ärgerlich, mit lautem Knurren. So hüpfte ich auch durch die Öffnung und schluckte das erste Maiskorn hinunter, was ich erspäht hatte.

Es schmeckte ziemlich lecker!

 

Der Dampf, der seitlich an dem Stein emporstieg, zog nach oben ab. So blieb es hier erträglich, wenn es auch ein wenig warm und feucht war. Weil es von den Felswänden so beschützt war, und der Wind dadurch hier nicht ungehindert hineingelangen konnte.

Ich nahm noch ein Korn auf und blickte zu Ragui.

 

Dann brach das absolute Chaos aus!

 

Überall knallte es und helle Brocken flogen überall um uns herum. Die Stimme in meinem Kopf brachte mich dazu, wieder dahin zurückzuflattern, von wo ich gekommen war.

 

Kaum hatte ich die Steinwand hinter mir gelassen, wurde die Luft wieder angenehm klar und kühl. Auch diese merkwürdigen hellen Brocken flogen hier nicht herum. Doch ich konnte immer noch das Knallen hören und auch, wie Ragui immer wieder aufkrähte.

Dann verstummte er und ich hörte nur noch gelegentliches Knallen!

 

Vorsichtig näherte ich mich wieder der Öffnung in den Steinwänden, und traute meinen Augen nicht.

Alles war von diesen hellen Brocken bedeckt, fast hatten sie die Maispflanzen vollständig unter sich begraben. Ich konnte nur noch einige Blätter der Pflanzen sehen, die oben aus dem Brockenhaufen herausragten.

Von Ragui sah ich dagegen keine Spur!

 

Vorsichtig versuchte ich einen dieser kleinen Brocken mit meinem Schnabel zu bewegen, was mir zu meiner Überraschung auch mühelos gelang.

Er war nur etwas schwerer, als eine Feder und an dessen Außenseite pappte noch ein Stück einer Maisschale.

Ich zwickte ein Stück davon heraus und kaute darauf herum.

Man konnte es essen!

 

Es schmeckte sogar ziemlich lecker. Es schmeckte genau wie Mais, nur irgendwie viel leichter, und wenn sich doch mal ein Windhauch hinter die Steinwände verirrte, wurden diese Brocken einfach zur Seite geweht.

 

Ich blickte mich suchend um, doch von Ragui war keine Spur zu entdecken. So hüpfte ich zu der Stelle, wo der Wasserdampf aus dem Boden zischte.

Irgendwie hatte der Mais und der Wasserdampf etwas miteinander zu tun, nur hatte ich keine Ahnung was. Ich sah ein Korn, welches von einer Pflanze genau in den Dampf fiel. Es dauerte einen kurzen Augenblick, dann ertönte ein leises Ploppen und an der Stelle des Maiskorns lag nun einer dieser Brocken. Das musste das Werk des Waldwichtels sein!

 

Jetzt fiel mein Blick auf einen größeren Haufen dieser Dinger, der irgendwie zu zittern schien. Ich hörte ein unterdrücktes Glucksen.

 

Das musste unser Hahn sein, und er bekam wahrscheinlich keine Luft unter diesen Brocken. Schnell versuchte ich die Dinger mit meinem Schnabel zur Seite zu schubsen.

Auf einmal berührte ich etwas Festes.

„Pass doch auf du dummes, gieriges Huhn! Hat man noch nicht einmal beim essen Ruhe vor dir?“

Ich hatte unseren ach so fürsorglichen Hahn gefunden!

 

Er hatte unter diesem Zeug gehockt und sich damit voll gestopft. Woher hätte ich das denn wissen sollen?

„Wir werden hier übernachten! Der Platz ist gut geschützt, in der Nähe fließt Wasser, welches wir trinken können und es gibt was Leckeres zu essen. Du kannst machen, was du willst, aber ich werde mich zuerst einmal satt essen!“, sagte Ragui zu mir und nahm einen Brocken nach dem anderen in den Schnabel und schluckte sie hinunter.

Da ich keine Lust verspürte nur Zuschauer zu sein, tat ich es ihm gleich!

 

Und ihr macht es mal gut, bis zum nächsten Mal. Ich wünsche euch noch etwas Leckeres zum schnabulieren, bis dahin.

Dabiduda – das Huhn, welches jetzt endlich etwas essen wird.

Das Geschenk!

Aber auch einfach so.

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