Gack, gack, gack Welt (003)

Alles ist sicher!

 

Hallo ihr da draußen, hier ist wieder Dabiduda.

Ragui, ihr wisst schon unser Hahn, ist leider noch sehr beschäftigt.

Ich vermute, dass er damit zu tun hat, vor mir davon zu flattern!

Deshalb werde ich euch wieder die Neuigkeiten aus dem Tal berichten, soweit sie mir bekannt sind. Ich bin ja keine Frau Platsch, aber auch kein Ragui, wenn ihr wisst was ich meine?

 

Ich brauche aber auch nicht so mit vorgewölbter Brust herumzustolzieren!

Jedenfalls war der Hahn das letzte Mal, als wir voneinander hörten, in zügigem Tempo davon geeilt. Ich musste mich ziemlich sputen, um ihm noch hinterher zu kommen.

 

Ich bin fest davon überzeugt, dass ihm die Flucht dabei helfen sollte, peinlichen Fragen aus dem Weg zu gehen.

Wie ich ihn nämlich kenne, ist er davon überzeugt, dass wenn er Schwäche zeigt, ihn keiner mehr respektiert. Mal ganz unter uns, meine Schwestern und ich respektieren ihn auch nicht!

Respekt muss man sich natürlich zuerst einmal verdienen, den bekommt man nicht geschenkt.

Auch nicht, wenn man ein Hahn ist und Ragui heißt!

 

Er glaubt sicherlich, wenn er uns immer schön laut ankräht sowie beleidigt, würden wir ihn fürchten und vor Ehrfurcht erzittern.

Aber genau das Gegenteil ist der Fall!

Wir sind eben nicht dumm und wissen natürlich, dass er mit seinem Verhalten nur seine Unwissenheit und Unfähigkeit zu überspielen versucht.

Es ist doch seltsam, wie oft Arroganz mit Dummheit gemeinsam auftritt, findet ihr nicht auch?

Nur weil wir uns nicht ständig gegen unsinnige Anschuldigungen verteidigen, heißt das doch nicht, dass er uns einfach alles unter die Krallen schieben kann.

Er plustert sich halt gerne auf, und wir lassen ihn. So haben wir unsere Ruhe und er fühlt sich besser. Entgegen seiner Behauptungen, sind wir nämlich keine dummen Hühner – und Angst vor Schatten haben wir auch nicht, wie manch anderer. Gack, Gack, Gack!

 

Unser Hahn flatterte also eilig den Papo entlang und suchte eine Möglichkeit, um diesen überqueren zu können. Einfach hinüber schwimmen ging nicht, da wir beide keine guten Schwimmer waren. Der Fluss war an dieser Stelle ziemlich breit, wenngleich er auch nicht so schnell floss – um uns beispielsweise davon zu spülen.

Da ich mir lieber versucht hatte mir den Weg zu merken, als andere davon überzeugen zu wollen, wie toll ich doch war, wusste ich genau wo wir hin mussten. Nämlich zu der Stelle, wo die beiden Flüsse sich vereinigten und fortan als Papolupa nach Norden weiter flossen.

 

Fast unmittelbar davor hatte sich ein Baumstamm über den Papo gelegt.

Wahrscheinlich hatten dafür die manchmal heftigen Luftbewegungen aus dem Wolkenschnabelgebirge gesorgt.

Würden wir dort auf die andere Flussseite wechseln, ginge es bis zu der Stelle, an der sich im Fluss mehrere Stämme ineinander verkeilt hatten. Ungefähr dort, von wo aus man die alte Kastanie sehen konnte. Die, bei der Kleimi, Schnuddel, oder auch neuerdings die Blaumeisenfamilie wohnte!

 

Dort müssten wir erneut die Flussseite wechseln und uns weiter in nördliche Richtung bewegen. Dann hätten wir schnell unseren Misthaufen erreicht, den Ragui bereits sehr zu vermissen schien.

 

Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen, da Ragui aufschrie und dann krähte:

„Ich habe den Weg gefunden, ich bin der Beste! Da staunst du Schilfrohre, du dummes Huhn!“

Ragui hatte tatsächlich einen Baum, oder vielmehr einen Ast entdeckt, der auf die andere Seite hinüberreichte. Nur machte der einen ziemlich wackeligen Eindruck auf mich, was ich ihm auch mitteilte.

„Du gönnst mir meinen Erfolg nicht, du undankbares Huhn! Der Stamm wird halten, das wirst du schon feststellen. Wenn du darüber gehst – jetzt!“

 

Das war wieder typisch für ihn. Selber war er zu feige, um auszuprobieren ob seine Theorie stimmte, also schickte er jemand vor. Mich!

Würden meine Schwestern nicht auf uns warten, hätte ich den Hahn einfach stehen gelassen. Außerdem, wenn Ragui schlechte Laune hatte, konnte es auch schon mal sein, dass er einfach um sich pickte. Ich hatte bestimmt keine Lust dazu, von ihm gepickt zu werden!

Wie heißt es doch so schön: der Schlauwichtel gibt nach!

 

So begab ich mich auf den Ast und bewegte mich darauf vorsichtig zur anderen Seite. Es knackte zwar an einigen Stellen auffällig, doch kam ich wohlbehalten auf dem gegenüberliegenden Ufer an. Von dort aus rief ich zu Ragui hinüber, er solle besonders vorsichtig sein, da er doch um einiges schwerer sei, als ich es wäre.

 

„Das glaubst du!“, schrie er zu mir hinüber, „Ich habe ja schließlich bei weitem nicht so einen dicken Bürzel wie du! Nur weil ich mich aufrecht halte, bin ich nicht gleich schwerer – du alte Neidhenne!“

Ich schloss meinen Schnabel und schluckte die Bemerkung herunter, die ich ihm entgegnen wollte. Stattdessen widmete ich mich dem picken von Weizenkörnern, die hier auf dem Boden herumlagen. Ich hörte deshalb nur halb, wie er mir weiter zuschrie:

„Da, siehst du, wie leicht ich hier hinüber schreiten kann! Ich kann sogar hüpfen, ohne das mir etwas geschieht!“

 

Ich vermutete, dass er mich damit vergessen machen wollte, dass er in der Höhle Angst vor einem Schatten gehabt hatte. Imponiergehabe eben! Mich jedoch interessierten die herumliegenden Weizenkörner um einiges mehr. Sie waren zwar noch nicht vollständig ausgereift, aber durchaus schmackhaft.

 

Plötzlich hörte ich ein lautes Knacken aus Richtung des Flusses und ich schaute schnell zu Ragui hinüber. Der Ast hatte ihn doch nicht gehalten, und der tolle Hahn trieb in der Nähe des Ufers, schon wieder im Wasser. Gack, Gack, Gack!

 

Oje, unsere Zeit ist schon wieder vorbei. Wenn Ragui nächste Woche auch noch keine Lust hat, euch etwas zu erzählen, können wir uns ja Wiederhören. Jedenfalls wünsche ich euch bis dahin eine schöne Zeit, etwas zum scharren und gute Sachen zum picken.

 

Dabiduda – das Huhn, welches es trocken auf die andere Seite geschafft hat!

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