Hallo Welt (040)

Schnabel mit Vogel

 

Ich war das letzte Mal dort mit meiner Berichterstattung hocken geblieben, als ich ein sehr lautes Donnern hörte!

 

Durch die Enge des Flussbettes und dessen fast vollständige Überdachung wurde es von überall her zurückgeworfen. Meine Gedanken überschlugen sich: was wäre wenn der Bach so wild bliebe, sich mir keine Möglichkeit bot zu entkommen und er schließlich mit mir irgendwo in der Tiefe verschwinden würde?

 

Ich suchte verzweifelt nach einem Ausweg, doch konnte ich keine Möglichkeit zu entkommen entdecken. Ich schalt mich selbst einen Blindwichtel, weil ich wie ein Nestling auf dem Ast eingeschlafen war, ohne über mögliche Gefahren nachzudenken. Doch auch das half mir jetzt nicht weiter!

 

Die Fahrt auf dem Bach wurde immer schneller und hektischer, immer mehr Wasser spritzte über mich, der Ast in den ich mich krallte, prallte ständig gegen die Felswände und verursachte dadurch ein unangenehmes, kratzendes Geräusch.

 

Das Grollen klang nun viel näher und auch noch viel bedrohlicher!

 

Ganz unerwartet weitete sich die Klamm. Ich nahm, ohne weiter nachzudenken, umgehend meine Chance wahr und flatterte auf den kleinen Sandstrand, der sich mir dargeboten hatte. Der Ast, auf dem ich noch vor wenigen Augenblicken gehockt hatte, trieb unaufhaltsam weiter. Momente später drang das Geräusch von berstendem Holz an meine Ohren. Lange hatte der Stock seine Fahrt wohl nicht mehr fortgesetzt!

 

Ich schaute auf den reißenden Bach, froh vorläufig meinem Schicksal entkommen zu sein. Da tauchte aus dem Wasser urplötzlich ein Schnabel auf, an dem ein Vogel hing und schnellte auf den Strand, neben mich.

 

„Hallo Frau Platsch. Was treibt dich denn in diese Gegend?“

 

Ich musterte die neben mir hockende Gestalt entgeistert und stellte fest, dass es Ferinupfe, die Wasseramsel war. In ihrem Schnabel hielt sie einen silbrig glänzenden, kleinen Fisch, den sie gerade im Begriff war zu verspeisen.

 

Als ich anfing zu begreifen, erklärte ich ihr das Missgeschick, welches mir widerfahren war. Darauf meinte sie ungerührt zu mir:

 

„Tja, wenn man nicht so gut schwimmen kann, wie ich zum Beispiel, sollte man auf dem Wasser vorsichtiger sein. Eine ältere, reifere Amsel, wie du es bist, sollte das doch eigentlich wissen! Wärst du noch ein Stück weiter den Bach entlang getrieben, wärst du aller Wahrscheinlichkeit nach, in endlose Finsternis hinabgestürzt! Da du ja nicht tauchen kannst, wäre das mit Sicherheit dein letztes Schläfchen auf einem treibenden Holzstück gewesen! Soviel ich gehört habe, vereinigt sich der Schnabelfluss unterirdisch mit dem Papolupa und strömt mit ihm zusammen ins weit entfernte Meer. Eine sehr weite Strecke, wenn man nicht atmen kann!“

 

Am Anfang, als Ferinupfe mein Alter ins Spiel gebracht hatte, war ich etwas säuerlich deswegen, aber als sie mir erklärte, was alles mit mir geschehen hätte können, war der Ärger wie fortgespült.

 

„Sag mal, du kennst dich doch bestimmt hier bestens aus. Kannst du mir verraten, wie ich hier wieder herauskomme? Ich bin auf der Suche nach den Kleinen von Arle und Gego, die haben sich wahrscheinlich ins Wolkenschnabelgebirge aufgemacht. Hat mir zumindest Nuko erzählt, den ich unterwegs traf.“, sagte ich zu ihr.

 

Ich würde euch ja gerne noch mehr erzählen, aber wie ihr feststellen werdet, ist unsere Zeit wieder einmal federleicht zu Ende gegangen.

 

Tralala und gute Träume. Bis zum nächsten Flöt.

 

F. Platsch

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