Hallo Welt (039)

Dösen mit Folgen!

 

Ich hatte das letzte Mal davon erzählt, dass ich aus der Luft den Schnabelbach und einige vielversprechende Beerensträucher gesehen hatte. Als ich mit dem Flöt endete, ist mir wieder einmal aufgefallen, dass ich sehr viel über meine Nahrungsaufnahme gesprochen habe. Falls euch das langweilt, ist das schon in Ordnung, für uns ist das aber ein ziemlich wichtiges Thema. So wie für andere das Thema Wetterwichtel, oder für die, welche sehnsüchtig auf Nachwuchs warten, der Eierwichtel!

 

Wie dem auch sei, ich landete direkt vor den voll behangenen Beerensträuchern und zupfte mir ein paar wirklich gut aussehende Früchte heraus. Da sehr viele Beeren an den Sträuchern baumelten, konnte ich auch ruhig wählerisch sein. Ich nahm eine nach der anderen in meinen Schnabel und zerdrückte sie. Der herunter rinnende Saft störte mich jetzt nicht besonders, da sich ja in unmittelbarer Nähe der Schnabelbach befand. Also veranstaltete ich eine ziemliche Amselei! Nachdem ich gesättigt und meine Federn weitestgehend verklebt waren, hüpfte ich in langen Sprüngen direkt auf das Ufer des Baches zu, und dann mit einem lauten Platschen direkt hinein.

 

Wir Amseln sind sehr schnelle Hüpfer, was daher kommt, dass dies eine unserer bevorzugten Fortbewegungsmethoden ist. Es bereitet uns eben viel Freude, mit wehenden Federn sowohl weite, als auch schnelle Sprünge zu machen. Das Wasser war herrlich erfrischend und ich spritzte natürlich großzügig damit herum. Schließlich musste ich seit dem Vorabend auf diesen Moment warten!

 

Die Strömung war nur ganz leicht und ich konnte sehr gut darin stehen. Als ich nach einer geraumen Weile mit meinem Bad fertig war, hüpfte ich kurz entschlossen auf einen vorbeitreibenden Ast. Dies hatte für mich den Vorteil, dass meine Federn und Krallen in Ruhe trocknen konnten. Ein kleiner Nebeneffekt davon war, dass ich dabei auf höchst angenehme Weise, ohne eigene Arbeit, sanft geschaukelt wurde!

 

Es war wirklich herrlich, so im Sonnenschein sacht dahin zu treiben und dem leisen Gluckern des Baches zuzuhören. Es hatte etwas total Beruhigendes an sich und ich bemerkte, dass ich ein kleines bisschen müde wurde, weswegen ich kurz meine Augen schloss. Was konnte schon geschehen, bei einem kleinen Verdauungsschläfchen? Zumal, wenn man ja in der Lage ist, sich jederzeit in die Lüfte zu erheben!

 

Eine ganze Menge versichere ich euch!

 

Plötzlich wurde ich wach und fühlte, dass der Ast auf dem ich hockte, immer wieder links und rechts gegen etwas schlug. Als ich meine Augen öffnete, sah ich was geschehen war.

 

Während ich geschlafen hatte, war mein Ast mit mir, von der Strömung immer weiter getrieben worden. Bis wir schließlich gemeinsam die Schnabelbachklamm erreicht hatten – das war übel, sehr übel sogar!

 

Die Geschwindigkeit des Baches hatte inzwischen sehr stark zugenommen, und die seitlich aufragenden Felsen trafen sich über mir, fast genau über der Mitte des Baches.

 

Viel fehlte nicht mehr, bis sie dort irgendwann einmal zusammenstoßen würden. An fliegen brauchte ich somit gar nicht zu denken, dazu war es viel zu eng hier. Einmal ganz abgesehen davon, dass ich auch keine andere Möglichkeit sah, irgendwohin zu entweichen!

 

So grub ich meine Krallen tiefer und tiefer in das Holz und ließ mich vom Wasser hin und her schütteln. Ich hatte euch ja erzählt, dass meine Augen hervorragend im Dämmerlicht sehen konnten – was mir in dieser Situation aber rein gar nichts nutzte. Wohin hätte ich denn schon fliegen können?

 

Meine Fahrt wurde immer wilder und wilder. Das Wasser, das die Felsen hochgedrückt wurde, fiel wieder davon herab, natürlich auf mich und den Ast. Der dadurch immer rutschiger wurde! Ich konnte jetzt nur noch mit äußerster Anstrengung vermeiden, dass ich in den nun reißenden Bach stürzte, und von ihm mitgerissen wurde.

 

Jetzt hörte ich ein gewaltiges Grollen und das unheimliche Geräusch von aneinander mahlenden Steinen, was von der Steindecke über mir extrem verstärkt wurde!

 

Doch davon erzähle ich das nächste Mal, unsere Zeit ist mal wieder vorbei. Tralala und bis dahin euch eine federleichte Zeit.

 

F. Platsch

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