Hallo Welt (029)

Mahnendes Flüstern

 

Das letzte Mal, nach dem Gespräch mit Nuko, wandte ich mich in Richtung Westen. Ich wollte zu den Blaumeisen fliegen, die sich ja laut ihm dort aufhalten sollten. Seine Erzählung hatte die Erinnerung, an den Tag des Aufbruchs von Arle und Gego, in mein Gedächtnis gerufen. Als Arle mir von dem heimlichen, nächtlichen Ausflug der Zwillinge zum Papolupa erzählte – kurz bevor sie mit Gego aufbrechen musste.

 

Je genauer ich mir nun die ganze Sache überlegte, desto plausibler kam es mir jetzt auch vor, dass die Kleinen in Richtung Westen geflogen waren.

 

Wahrscheinlich hatten sogar wieder Bürste und Kralle ihre Geschwister zu einer weiteren abenteuerlichen Unternehmung überreden können. Möglicherweise wollten sie ja einfach nur Raffzahn sowie seine Schwestern besuchen gehen, und mit ihnen dort in den Höhlen waghalsige Flugmanöver ausprobieren. Blattgleiten war ja nicht das einzige waghalsige Luftabenteuer, welches die Zwillinge erfunden oder an dem sie teilgenommen hatten. Obwohl ich zugeben muss, dass selbst ich am Blattgleiten mein Vergnügen gehabt hatte! Bis zu einem gewissen Moment natürlich!

 

Ich hoffte und wünschte mir jedenfalls, weder zum ersten noch zum letzten Male, dass der Grünspecht sie auf ihrer Unternehmung begleitet hätte. Wäre er dabei, würde Schnuddel sie schon beschützen, da war ich mir absolut sicher. Einen ehrenvolleren Talbewohner hatte ich noch nicht kennen gelernt, und ich kannte sehr viele hier. Wenn auch bei Weitem nicht alle!

 

Eine leise Stimme in meinem Kopf fragte mich jedoch gleichzeitig eindringlich flüsternd, was denn wäre, wenn sie ohne ihn und ohne seinen Schutz losgezogen wären. Dieser Gedanke beunruhigte mich doch ziemlich, wie ich zugeben muss. Aber da ich zurzeit nichts an dieser Situation ändern konnte, denn dazu musste ich sie ja zuerst einmal finden, schob ich ihn entschlossen in einen weit entfernten Winkel meines Kopfes. Es bringt nämlich rein gar nichts, wenn man sich Gedanken über etwas macht, das man sowieso nicht ändern kann. Das ist nur die Lieblingsbeschäftigung von Lurchzungen – glaubt es einer Amsel, die weit herumgekommen ist!

 

Aber ich vertraute außerdem noch im Geheimen darauf, dass mir vielleicht Omelettegesicht etwas über den Aufenthaltsort der Kleinen im Wolkenschnabelgebirge verraten könnte. Sie kam ja fast genauso weit im Tal herum, wie ich es auch tat – aber halt überwiegend des Nachts. Wenn es dunkel ist, kann man nämlich Geräusche hören, die einem bei Tage nicht aufgefallen wären. Andere Talbewohner sind dann unterwegs – die nachtaktiven, wie die Fledermäuse oder eben die Eulen.

 

Zugegeben, ich finde das schon ein wenig unheimlich, aber das sind zum Beispiel tauchende Wasseramseln ebenfalls. Ich habe Wasser zwar sehr gerne, aber untertauchen wollte ich darin sicher nicht. Ich bin eine Amsel und kein Fisch und bestimmt auch keine Wasseramsel!

 

Aber ich war bei Omelettegesicht stehen geblieben! Wenn sie mal gerade nicht lautstark jammerte, konnte man ganz gut mit ihr auskommen – wenn ich sie auch als etwas merkwürdig beschreiben würde. Aber das trifft auf viele zu, glaube ich, wenn nicht sogar auf alle. Ja, auch auf mich und sogar auf euch!

 

Das liegt doch nur ganz alleine an demjenigen, der gerade dazu eine Überlegung anstellt – findet ihr nicht auch?

 

Was in meinen Augen als Nachrichtenflöterin aber absolut unabdingbar ist, ist eine möglichst sachliche Darstellung, was gar nicht so einfach ist – versucht es mal. Selbst ich habe die eine oder andere feste Meinung über jemanden. Ihr könnt euch doch noch an Ragui erinnern? Über ihn könnte ich niemals vollkommen neutral berichten, weil da halt viel zu viel Persönliches mit hineinspielt. Wir sind doch alle irgendwo durch unsere Erfahrungen geprägt!

 

Meine Erfahrung sagt mir jetzt beispielsweise, dass es mal wieder Zeit zum aufhören ist. So bleibt mir nur noch euch federleichte Gedanken zu wünschen und Tralala und bis zum nächsten Flöt!

 

F. Platsch

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