Hallo Welt (028)

Ein ungutes Gefühl

 

Gestern erzählte ich euch von dem Eichhörnchen, wie ich versucht hatte, es zu beruhigen. Es hockte dort vor mir, mit zuckenden Schnurrbarthaaren und ich versuchte möglichst hastige Bewegungen zu vermeiden, um es nicht noch mehr zu beunruhigen.

 

„Ich bin Frau Platsch und wer bist du?“, fragte ich es freundlich, während ich es dabei genauer in Anschein nahm.

 

Es war nicht von allzu großer Statur, etwas gedrungen könnte man sagen, und es hatte irgendwie einen merkwürdigen Gesichtsausdruck, den ich nicht zu deuten wusste. Den Blick hätte man durchaus als ein wenig stechend bezeichnen können, aber für seinen Blick kann ja keiner etwas. Man sollte in so etwas nicht allzu viel hineininterpretieren, denn Vorurteile haben nur dumme Tiere!

 

Mit leicht überschlagender Stimme und flackernden Augenlidern fragte mich das Eichhörnchen:

 

„Du willst mir wirklich nichts tun? Ich mache auch bestimmt nichts, ich bin doch nur ein kleines Eichhörnchen! Aber ich bin schon so oft belogen und betrogen worden. Manchmal denke ich, ich kann niemandem mehr vertrauen!“

 

Es schaute mich mit durchdringendem Blick an und war scheinbar immer noch bereit, jeden Moment die Flucht anzutreten. So erzählte ich, um ihm seine Furcht ein wenig zu nehmen, dass ich eigentlich auf dem Weg zu Makea, dem Rotkehlchen, wäre. Weil ich diese fragen wolle, ob sie etwas über den Verbleib der sechs Kleinen von Arle und Gego erfahren hätte. Anscheinend hatte dies die gewünschte Wirkung, denn das Eichhörnchen begann sich sichtlich zu entspannen. Dann sagte es zu mir mit einer deutlich festeren Stimme:

 

„Entschuldige bitte mein Verhalten, aber vor kurzem noch bin ich von so einem hinterhältigen Raben gejagt worden. Aber du bist ja eine Amsel und nicht jeder muss ja schlecht sein. Mein Name ist übrigens Nuko!“

 

Zusehens wurde Nuko gesprächiger und auch lockerer. Er erzählte mir, dass es bei Makea ziemlich schlimm nach dem Unwetter ausgesehen hätte und deren Heimbaum vom Wetterwichtel total zerstört worden wäre.

 

Er hatte sie, nach seiner Erzählung, unterwegs getroffen und sie hatte ihm wohl ihr Leid geklagt. Sie wäre auf dem Weg zu Freunden im Osten gewesen, um dort neu anzufangen, da sie alles verloren hätte.

 

Das bedrückte mich doch ziemlich, da ich niemandem wünschte, dass er so plötzlich sein Heim verlöre. Und Makea ganz besonders nicht! Aber was will man gegen den Wetterwichtel schon groß machen? Das sagte ich auch zu Nuko, der mir beipflichtete.

 

Dann unterhielten wir uns noch über die Spuren des Wetterwichtels, die wir jeweils gesehen hatten, und er bat mich noch um eine genauere Beschreibung der Blaumeisen, falls er diese sehen würde. Als ich mit dieser fast geendet hatte, schrie er:

 

„Lurchzunge noch eins! Zufälle gibt es! Gestern noch habe ich von Baumtaucher gehört, einem befreundeten Kleiber, dass er sie im Westen, hinter dem Papolupa, am Fuße des Wolkenschnabelgebirges gesehen hat!“

 

Jetzt war ich an der Reihe einen Schrei auszustoßen.

 

„Um Wichtels Willen, was machen die denn dort? Sie sind doch noch viel zu klein um dort alleine herumzufliegen. Da kann doch soviel geschehen!“, meinte ich mit einem unguten Gefühl in meinen Schwanzfedern. Jetzt wusste ich jedenfalls, dass ich ins Wolkenschnabelgebirge musste, um die Blaumeisen vor dem Schlimmsten zu bewahren, was ich auch Nuko sogleich mitteilte. Er bestärkte mich in meinem Entschluss und fügte noch bedauernd hinzu, dass er mir gerne bei meiner Suche geholfen hätte, doch leider müsse er dringend einem Verwandten zur Hilfe eilen.

 

Da wir es nun beide eilig hatten, verabschiedeten wir uns schnell voneinander, damit jeder seinen Weg einschlagen konnte. Genau das sollten wir nun auch machen, denkt daran morgen ist auch noch ein Tag. Tralala und bis dahin euch wie immer eine federleichte Zeit!

 

F. Platsch

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