Hallo Welt (021)

Wahrscheinlichkeit

 

Gestern waren wir da stehen geblieben, als ich mich dafür entschieden hatte nach Süden zu fliegen und natürlich war Robitits Ratschlag nicht der einzige Grund dafür gewesen – ganz unter uns gesagt, war es auch nicht der Wichtigste!

 

Ich war die nördliche Route des Sees ja bereits bei meinem Besuch der Biber abgeflogen und die zwei hatten mir keinen Grund zu der Vermutung gegeben, die sechs Blaumeisen könnten sich dort irgendwo aufhalten.

 

Im Westen lag der Papolupa, ein kleines Stück hinter der mächtigen Kastanie und unmittelbar dahinter erhob sich das gigantische Wolkenschnabelgebirge in schwindelerregende Höhen. Obwohl ich natürlich nicht zu Schwindel neige. Wie sollte das auch beim fliegen funktionieren? Nein, das ist nur eine Redewendung, um zu sagen, dass es wirklich sehr, sehr, sehr hoch ist und ehrlich gesagt, kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass die Kleinen so ein Wagnis eingegangen sind. Wahrscheinlich liegt dort oben sogar noch Schnee, was absolut nicht ungewöhnlich wäre. Dort gibt es nämlich Stellen an denen immer Schnee oder Eis liegt – eben die Orte, welche die Sonne niemals erreicht!

 

Nicht, dass wir Vögel eine Abneigung gegen Schnee hätten, denn eigentlich mögen wir ihn sogar ganz gerne – wenn es nicht zu viel davon gibt. Dadurch würde nämlich die Nahrung überall zugedeckt und das wäre dann schon mehr als ärgerlich. Manchmal sogar auch lebensbedrohlich für uns, da unser Vogelkörper für das Fliegen ziemlich viel Energie benötigt. Im Schnee zu stehen macht uns dagegen gar nichts aus, trotzdem muss man sagen, dass dies natürlich im Wesentlichen von der Länge unserer Beine abhängt. Waldwichtel sei dank, werden unsere Beine nämlich anders durchblutet, als unser restlicher Körper. So wird es uns möglich, ziemlich lange in eisigem Wasser oder Schnee zu stehen, ohne dass es uns wirklich kalt wird!

 

Wir mögen den Schnee vor allem deshalb, weil die Flöhe ihn nicht mögen! Wenn ich mich beispielsweise etwas länger in den Schnee hocke, sind plötzlich alle ungebetenen Gäste aus meinem Federkleid verschwunden – obwohl ich selbstverständlich ein ausgiebiges Bad immer bevorzugen würde, auch wenn es länger dauert. Oder vielleicht auch gerade deshalb!

 

Gefährlich werden würde es im Wolkenschnabelgebirge aber wegen der Höhe der Berge und den damit verbundenen häufigen unberechenbaren Wetterumschwüngen. Dazu kommt natürlich noch die dort herrschende dünne Luft, die das Fliegen im besten Falle ziemlich schwierig gestaltet. Fängt es dann noch an zu regnen und verliert dazu der Wind seine gute Laune, ist kein Vogel in dieser Höhe mehr gerne im Freien. Stehen alle Federn in unterschiedliche Richtungen und gefriert das Wasser darauf, muss man schon sehr gut aufpassen, damit man nicht abstürzt oder irgendwo gegen fliegt!

 

Der Osten ist noch schlimmer, auch wenn der dort aufragende Tafelberg bei weitem nicht an die Höhe des Wolkenschnabelgebirges heranreicht. An dessen Bergkante entstehen ständig extrem heftige Luftverwirbelungen, die einen sehr schnell und mit unheimlicher Gewalt gegen die Felsen schleudern können. Diesem Risiko würde sich freiwillig niemand von uns aussetzen. Die einzige Möglichkeit heil auf das Plateau zu gelangen, ist hoch darüber hinweg zufliegen – wie es beispielsweise Salbaba machen könnte. Ihm wäre es wahrscheinlich sogar möglich über den Möhrenschnabel fliegen. Ihr wisst schon, das ist der höchste Berg des Wolkenschnabelgebirges. Ich wäre jedoch dazu nicht in der Lage und die kleinen Blaumeisen mit Sicherheit ebenfalls nicht!

 

Wie ihr nun sehen könnt, ist der Süden die wahrscheinlichste aller Himmelsrichtungen, in welcher sich die Jungvögel aufhalten könnten und dass es schon wieder Zeit geworden ist, sich voneinander zu verabschieden. Findet ihr eigentlich auch, dass die Tage manchmal sehr schnell vorüberziehen? Ein paar Worte hier gesprochen, einige Sätze dort gehört und schon lässt sich die Sonne müde auf ihren Schlafast herabsinken!

 

Was soll man da noch groß sagen? Nur, dass ich euch noch einen federleichten Abend wünsche und Tralala, bis zum nächsten Mal.

 

F. Platsch

 

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